schlusswort

23 02 2009

 trotz widriger wetterbedingungen (schneesturm am abend des meines rückfluges am logan international airport in boston) verlief meine rückkehr nach oberösterreich völlig reibungslos, und die swissair-maschine setzte planmäßig am frühen donnerstag nachmittag am flughafen münchen auf.
meine verbliebenen dollarvorräte haben letztendlich zwar nicht mehr für einen business-upgrade gereicht, aber dank freiem benachbartem sitzplatz stand mir dennoch genügend bewegungsfreiraum für einen komfortablen flug zur verfügung.

am flughafen wurde ich dann bereits von der beinahe selben delegation erwartet, die  mich vor gut 6 monaten ebendort verabschiedet hatte: maria, christian und klaus. leider nicht dabei war diesmal meine schwägerin-in-spe eva, die ja selbst gerade ausser landes – genauer gesagt in england- weilt.

nachdem uns christian in bereits bewährter manier sicher nach grieskirchen chauffiert hatte, warteten im musikheim der emk-grieskirchen bereits meine familie und viele freunde meiner heimat-kapelle. im rahmen einer sehr netten willkommensparty gabs dann viel zu reden, essen und trinken, und trotz erheblichen schlafdefizites wurde es dann abend, bis ich letztendlich dann wirklich ganz daheim war.

nun ja, und mittlerweile habe ich mich auch schon wieder ziemlich gut akklimatisiert. die zeitumstellung ist nicht so tragisch, wie es in die andere richtung der fall war, und ehrlich gesagt genieße ich momentan all die vorzüge, die mir im letzten halben jahr verwehrt waren:

- kommunikation mit freundin, familie und freunden ohne email, skype,…
- mehr als nur 15m^2 privatsphäre
- bad und wc nur noch mit einer person zu teilen
- eigenes auto, fernseher, …
- mass- ,temperatur-, zeit-, mengen-angaben wieder in der gewohnten
   verständlichen art und weise
- gutes brot, jause, mehlspeise,…..
- einstelliger euro-rechnungsbetrag beim konsumieren
   von zwei gläsern bier
- schlafen ohne ohropax
- …
alles dinge, die bereits in wenigen tagen ganz sicher wieder zur selbstverständlichkeit werden, mir momentan aber einfach äußerst positiv auffallen.

trotz meiner freude über das nachhause-kommen bin ich natürlich auch sehr dankbar für all das, was ich in den letzten monaten erleben durfte:  
-äußerst interessante und wertvolle erfahrungen während meines praktikums
  im jvpl gesammelt
-englischkenntnisse zumindest über den zum nackten überleben notwendigen
  level heben können
-viele aktivitäten und unternehmungen in der freizeit
-einige sehr gute neue freunde gewonnen
-im zentrum einer sehr lebens-und bemerkenswerten stadt gewohnt

dagegen nehmen sich die wenigen negativ-punkte unbedeutend aus.

summa summarum möchte ich die letzten monate also keinesfalls missen, und auf die schon mehrfach gestellte frage, ob ich das leben in boston nicht vermissen werde, kann ich nur sagen:
momentan fehlt mir absolut nichts, allerdings kann ich natürlich nicht ausschließen, dass ich mich nach einiger zeit nicht wehmütig an das eine oder andere zurück erinnern werde. 

wie geht’s jetzt weiter….
werde jetzt erst mal versuchen, mein ursprüngliches gewicht (so eigenartig es klingt, aber ich bin mit weniger kilos  zurückkehrt als ich aufgebrochen bin) wieder zu erlangen, um dann gestärkt mein letztes semester in der fh-linz abzuschließen.

da ich diesen weblog eigentlich nur ins leben gerufen habe, um einen interessierten personenkreis über meine erlebnisse in den usa auf dem laufenden zu halten, habe ich eigentlich nicht geplant, weiterhin artikel zu verfassen. man sollte zwar niemals nie sagen, aber dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass es zukünftig viele updates geben wird.

es hat mir sehr viel spass bereitet, euch mit berichten über meinen amerika-aufenthalt zu versorgen, und umso mehr freute es mich, wenn diese auch gelesen wurden. daher nochmals vielen, vielen dank für das rege interesse an meinen einträgen, die zahllosen kommentare und all die anerkennenden worte.

bleibt mir gewogen,
und beste grüße aus schlüsslberg!

jürgen





heimwärts

18 02 2009

nachdem ich mittlerweile bereits aus meinem zimmer ausgecheckt habe, sitze ich gerade in der lobby des ywca. mein letzter nachmittag hier in boston ist angebrochen, und ich habe nur noch wenige stunden bis zu meinem abflug (21:50 ortszeit) zu überbrücken. gute gelegenheit also,  um die vergangenen tage revue passieren zu lassen.

die tour mit der mit-concert band verlief ganz ok- wenn auch nicht unbedingt spektakulär.
freitag abends spielten wir das erste konzert in einer middle-school in templeton, gemeinsam mit der dortigen community band. community bands sind sehr gut vergleichbar mit der art von musikkapellen, wie wir sie in österreich kennen. der leiter dieser community band ist übrigens einer der beiden dirigenten der mit-band.
wenngleich auch die mehrheit der plätze im konzertsaal unbesetzt waren, so war das publikum im vergleich zu den musikerInnen eindeutig in der überzahl.
das konnte man vom konzert tags darauf in new york city leider nicht behaupten.  könnte womöglich auch daran liegen, dass wir aufgrund von organisatorischen unklarheiten letztendlich erst mit einer halbstündigen verspätung starteten. die zuhörer konnte man an 3 händen abzählen. wenigstens war das ambiente sehr beeindruckend- wobei die akkustik (3-4 sek nachhall) wohl nur den ruhigen st.florian choral so richtig zur geltung kommen ließ.

den abend verbrachte ich dann wie geplant mit herbert grubmair und seiner frau ina. aus dem jazzclub-besuch wurde leider nichts – der kummer darüber war dann jedoch schnell mit einigen gläsern weissbier weggespült. (die rechnung dafür wurde mir dann am nächsten morgen schmerzlichst präsentiert- zum glück gibts tylenol…)
war jedenfalls sowohl ein sehr unterhaltsamer wie informativer abend -unglaublich, was z.b. ein durchschnittliches appartment in manhattan kostet…

nach einer weiteren nacht in einem new jersey’er motel gemeinsam mit zwei äusserst wortkargen zimmmergenossen, gings dann am sonntag nochmals für einige stunden nach new york zurück. da ich die stadt bereits vor einem guten jahr touristisch erkundet habe, verbrachte ich den sonnigen nachmittag im central park und gemütlich schlendernd durch downtown.
unter den fotos in der gallerie sind übrigens auch einige, welche bereits im herbst 07 gemacht wurden.

ich habe, glaube ich, unfreiwilligerweise an diesem wochenende mein “versäumtes”  fastfood-pensum der letzten monate wieder aufgeholt. kann keine burger und pommes mehr sehen…

von meinen arbeitskollegen habe ich mich gestern verabschiedet. mein letzter offizieller arbeitstag war zwar schon vergangenen freitag, aber an diesem tag waren viele nicht im labor, und ausserdem hatte ich ohnehin noch einiges zu erledigen.

für den heutigen verbleibenden nachmittag habe ich eigentlich keine besonderen pläne mehr. eventuell noch ein wenig spazieren gehen…. und da fällt mir ein, dass ich jetzt dann noch meine  verbliebenen dollar-vorräte überprüfen sollte- vielleicht geht sich damit ja noch ein kurzfristiger upgrade auf business-class aus :) .

lg, zum letzten mal aus boston
j.

ps.: vielen dank übrigens für die vielen guten wünsche für die heimreise. freu mich schon darauf,  euch wieder alle persönlich zu sehen!

 





reinbeissen…

13 02 2009

in den big apple

new-york

mal schaun, ob es nachher etwas zu berichten gibt…
lg,
j.





jetzt dauerts nicht mehr lang

9 02 2009


mein letztes wochende hier in boston liegt schon so gut wie hinter mir – meine letzte praktikums-woche im jvpl noch vor mir. so wie es aussieht, wird sie sehr schnell vergehen, da ich noch einiges zu erledigen habe – ist aber gut so.

am letzten wochenende meines aufenthalts geht’s dann auf tour mit der mit-concert band. diese führt uns zuerst nach narragansett, wo am freitag abend ein konzert gespielt wird. samstag vormittags rollt der bus dann in die stadt, die anscheinend niemals schläft – new york. Am nachmittag steht nämlich ein konzert am programm, wobei ich mir bzgl. des konzertsaales nicht mehr ganz sicher bin. wenn ich mich recht erinnere, dann war es irgendetwas mit carnegie… oder so ähnlich…;)….

tja, das wär was- tatsächlich spielen wir aber in der church of st. paul the apostle.
auf dem programm steht  auch ein oberösterreichischer komponist: thomas doss mit (passend zur location) dem st.florian choral. wie und warum ist eine etwas längere geschichte…
nach dem konzert ist jedenfalls ein treffen mit einem bekannten (ebenfalls oberösterreicher) geplant, der seit wenigen monaten in new york für die österreichische botschaft arbeitet. den schallerbacher blogleserInnen ist dieser jemand wohl kein unbekannter- richtig: die rede ist von herbert „grubsi“ grubmair. als passionierter jazz-saxophonist hat er mir angeboten, mich ein wenig  in big apples jazzclub-szene einzuführen. sightseeing-technisch habe ich ja keinen stress mehr, da ich vor ca. eineinhalb jahren bereits  mehrere tage in new york verbracht habe.

 

nach der tour wirds dann auch allmählich zeit, das  kofferpacken in angriff zu nehmen. der gedanke daran treibt mir bereits jetzt schweißperlen auf die stirn. wird nämlich eine gewaltige herausforderung, all das zeug, das sich im laufe von 6 monaten so angesammelt hat, in meinen koffern zu verstauen, und dabei auch noch das gewichtslimit einzuhalten.
muss nun einige meiner studienkollegInnen enttäuschen: die bestellten  harvard-uni-sweater werde ich ich wohl nicht liefern können-sorry!

 

bis bald,

j.

 

ps.: nl-10 tage

 





antworten-teil 2

5 02 2009

@maria:
hat etwas gedauert-aber ich wollte mir meiner sache schließlich sicher sein…
ich habe  mich bei margaret  – der sekräterin des jvpl - bzgl. der ungewohnten mengenangaben in amerikanischen kochbüchern
(cup, spoon,…) erkundigt. nachdem sie uns regelmäßig mit verschiedensten selbstgebackenen mehlspeisen versorgt, darf sie dbzgl. wohl als expertin gelten.
also: lt. ihren ausführungen wird beim kochen bzw. backen zum dosieren der einzelnen ingredienzen keine küchenwaage, sondern stattdessen ein set von dosier-bechern und löffeln verschiedener größe verwendet.

measuring_cups1     measuring_spoons1
es wird also nicht nach gewicht, sondern nach volumen dosiert. beispielsweise heißt es dann statt 300g mehl, 4 cups of flour, oder so ähnlich. alles klar?!
zur zweiten, inoffiziellen, frage:
es gibt nach meiner akribischen zählung bei shaws (dem supermarkt meines vertrauens) mehr als 15 verschiedene kuh-milch sorten, und mehr als 30 verschiedene soja-milch sorten.

kuh
zum einen sind mal alle möglichen marken erhältlich, und dann kommen noch die verschiedenen sonderausführungen dazu: von 0-fett, über halbfett, bis extra-fett…

liebe grüße,
j.





dim sum

2 02 2009

nachdem auch dieses wochenende der geplante flug zwar nicht ins wasser fiel (strahlend schönes wetter), aber dafür zum zweiten mal vom winde verweht wurde, gibts auch dieses mal keinen bericht dazu.

das gute daran war, dass ich somit die einladung durch meinen asiatischen arbeitskolleginnen koeun und saori zum dim sum annehmen konnte. gemeinsam mit einigen arbeitskollegen gings ins zentrum von chinatown, genauer gesagt in ein chinesisches restaurant, mit dem vielversprechenden namen
schriftzeichen1 (oder so ähnlich :) )

zu beginn war ich etwas skeptisch , ob und wie mein magen diese doch etwas exotischere kost, im wahrsten sinne des wortes, “verdauen” würde. einen tag danach kann ich jedoch sagen: überhaupt kein problem (was ich im übrigen von so manch im ywca serviertem nicht behaupten kann). egal…

die atmosphäre im lokal kann man sich so vorstellen: ein sehr großer saal mit schätzungsweise 50 kreisrunden tischen- beinahe jeder tisch mit vorwiegend asiatischem publikum belegt – dazwischen flitzt eine unzahl von kellnern mit servierwägen herum – somit insgesamt ziemlich laut und hektisch.  sobald einer der kellner in greifbare nähe kommt, wird wild gestikulierend versucht, ihm eine seiner spezialitäten abzuluchsen. diesen sehr wichtigen part haben zum glück meine bereits erwähnten kolleginnen übernommen-es bedarf dazu nämlich doch einer gewissen erfahrung. nachdem die beiden ihren job sehr gut gemacht haben, haben wir letztendlich sehr viele verschiedene gerichte verkosten können - die meisten davon waren sehr gut.
eine kurze aber gute beschreibung des dim sum kann diesem link entnommen werden.

was das praktikum betrifft, so konnte ich letzte woche übrigens den größten teil meines projektes abschließen. ich hoffe nun, dass ich auch die verbleibenden 2 wochen noch mit interessanten aufgaben verbringen werde.
ach ja: nachdem ich sie ja bald nicht mehr kollegen nennen kann, möchte ich in  der folgenden fotogallerie , spät aber doch, einige meiner co-worker kurz vorstellen. es handelt sich dabei um jene, mit denen ich am meisten zu tun hatte.

da sich nun allmählich der muskelkater in den fingern meiner rechten hand bemerkbar macht (überbeanspruchung durch essen mit stäbchen) höre ich nun besser auf.

bis bald,
j.
(nl-18 tage)








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